Trauerfall

Eine Gedenkrede halten

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Für den gestorbenen Angehörigen, Freund oder Arbeitskollegen einen Nachruf zu halten, erscheint vielen Menschen wie eine unglaublich schwierige Aufgabe. Der Gedanke, öffentlich vor allen Trauergästen über seine Gefühle und Gedanken zu reden und dabei den Schmerz der Anderen zu spüren, kann sehr beängstigend wirken.

Hier möchte Sie das Bestattungsunternehmen Bornkessel darin bestärken, es dennoch zu tun. Die folgenden Formulierungshilfen geben Ihnen eine gute Orientierung. Gern stellen wir Ihnen einen unserer professionellen Trauerredner zur Verfügung – und helfen persönlich bei der richtigen Ausdrucksweise. Wenn Sie wünschen, kommen wir für ein Trauergespräch zu Ihnen nach Hause, um gemeinsam mit Ihnen und anderen Angehörigen die Basis für Ihre Gedenkrede zu definieren.

Die Vorbereitung

Eine Gedenkrede bildet die Lebenslinie des Toten nach. Meilensteine des Lebens, persönliche Erfolge und erlittene Verluste werden in geeignete Worte gekleidet und der Trauergemeinde feierlich vorgetragen.

Der gute Nachruf listet diese Höhepunkte nicht bloß nacheinander auf, sondern drückt Wertschätzung für den Verstorbenen aus und geht auf persönliche Weise auf ihn ein. Für die direkten Angehörigen können diese Worte der Liebe und Anerkennung sehr tröstend sein.

Fragen Sie sich vor der Erstellung Ihrer Gedenkrede:

  • Was werde ich an dem Verstorbenen vermissen?
  • Was war besonders oder eigen an der Person?
  • Welche Situationen waren typisch für ihn?
  • Wofür konnte er sich begeistern und worüber hat sie sich geärgert?
  • Was habe ich persönlich an dem Verstorbenen geschätzt?

Die Formulierung

Für den Beginn:

Sprechen Sie die Trauergäste direkt an: „Liebe Frau …“ und „Lieber Herr…“. Nennen Sie zuerst die Ehepartner, dann die Kinder und Eltern. Danach folgen Freunde und Kollegen ohne Namensnennung: „Liebe Freunde und Kollegen von …“

Für die Mitte:

Würdigen Sie den Verstorbenen und rufen Sie seine Persönlichkeit, Eigenheiten sowie Besonderheiten in Erinnerung:

  • „Ich erinnere mich noch genau, wie …“
  • „Ich werde niemals vergessen, wie er …“
  • „Wenn sie lächelte, zeigten sich immer ihre Grübchen.“
  • „Für uns war er immer …“

Bringen Sie besondere Leistungen zum Ausdruck und drücken Sie Ihre Dankbarkeit aus:

  • „Für seine Inspiration und seinen unvergleichlichen Humor sind wir sehr dankbar.“
  • „Ohne sie wären wir nicht das, was wir heute sind.“

Für das Ende:

Enden Sie mit dem, was Ihnen von dem Verstorbenen bleibt:

  • „Er wird in unseren Gedanken immer bei uns sein.“
  • „Wir werden sie vermissen.“
  • „Wir werden sein Werk in seinem Sinne fortführen.“

Halten Sie nach Ihrer Gedenkrede vor dem Sarg oder der Urne inne und verneigen Sie sich kurz, wenn es passend erscheint.

Wichtige Hinweise

  • Seien Sie ehrlich und lassen Sie lieber weg, was nicht wahr ist. Es ist zudem nicht empfehlenswert, einen Nachruf für jemanden zu halten, den Sie nicht mochten.
  • Üben Sie die Trauerrede an den Tagen vor den Feierlichkeiten – zu Hause vor dem Spiegel oder Ihrem Partner. So merken Sie gleich, an welchen Stellen Sie emotional reagieren und werden nicht so sehr überrascht.
  • Lassen Sie den Trauerredner im Vorhinein wissen, dass Sie einen Nachruf halten. Senden Sie der Person, welche sich um den Ablauf der Trauerfeier kümmert, Ihren Text schon vorab. So kann Ihre Rede direkt berücksichtigt und an der richtigen Stelle eingebracht werden.
  • Drucken Sie den fertigen Nachruf in vergrößerten Buchstaben mit hohem Zeilenabstand aus, sodass er leicht leserlich ist – auch mit Tränen in den Augen. Bedrucken Sie die Blätter nur einseitig, das wirkt beim Umblättern eleganter.
  • Besuchen Sie im Vorhinein die Feierhalle. Stellen Sie sich ruhig einmal an das Pult, um einen Eindruck der Räumlichkeiten zu erhalten.
  • Blicken Sie beim Reden vom äußersten rechten Winkel des Raumes zum äußersten linken. So fühlt sich niemand der Trauergäste ausgeschlossen.

Sie kannten den Verstorbenen nicht

Als Betriebsrat oder in ähnlichen Positionen kann es zu der Situation kommen, dass man einen Nachruf über einen Verstorbenen halten soll, den man persönlich gar nicht kannte. Hier haben wir einige Hinweise für Sie gesammelt, falls Sie in solch eine Situation kommen:

Konzentrieren Sie sich auf den Menschen und widerstehen Sie der Versuchung, lediglich die Personaldaten des Verstorbenen vorzulesen. Viel mehr erfahren Sie über den Verstorbenen, wenn Sie im Vorhinein auf dessen Mitarbeiter zugehen und mit Ihnen ins Gespräch kommen. Sie werden überrascht sein, wie heiter diese Konversationen sein können.

Innerhalb der Gedenkrede dürfen Sie zu Beginn ruhig sagen, dass Sie den Verstorbenen nicht kannten:

  • „Als seine Vorgesetzte hatte ich in regelmäßigen Meetings mit ihm zu tun.“
  • „In meiner Rolle als Betriebsrat spreche ich heute im Namen der ganzen Belegschaft.“

 

Ansonsten kann es sein, dass sich Ihre Zuhörer mehr mit der Frage beschäftigen, wer Sie sind – und kaum auf Ihre Rede achten.

Im Anschluss fahren Sie fort, dass Sie sich von seinen Kollegen haben sagen lassen, was für ein Mensch er war. Orientieren Sie sich dabei an unseren obigen Formulierungshilfen einer Gedenkrede.

 

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